Für nahezu jeden Eigenheimbesitzer ist ein Wintergarten das Wunschobjekt überhaupt. Dabei spielt die Größe nur eine untergeordnete Rolle, denn sie ist vielfach von der Baugenehmigung abhängig. Auf jeden Fall trifft es bei Reihenhäusern zu, da jeweils die Nachbarn ihre Zustimmung erteilen müssen. Ratsam ist es, dieses Problem vorher zu klären.
Nun ist allerdings das Wort:“ Wintergarten“ nur der Oberbegriff für die errichtete Konstruktion. Mit dem Begriff Wintergarten wird viel Schindluder getrieben. Was so aussieht wie ein Wintergarten ist häufig nur ein besseres Gewächshaus.
Ein Wintergarten gehört zu einer beheizten Erweiterung des Hauses, als Anbau. Hierzu ist die frostfeste Bodenplatte als Fundament, als auch eine Heizquelle sehr wichtig, ansonsten ist es eine bessere Veranda, welche im Winter nicht genutzt wird.
Es werden drei Arten von Wintergarten im Handel angeboten: Der Holz- Wintergarten (Bauen mit Holz), der Kunststoff- Wintergarten und der Aluminium Wintergarten. Es wirft sich auch die Frage nicht auf, welcher besser oder schlechter ist. Sie können alle drei qualitativ hochwertig sein. Vielfach entscheidet der Haustyp über die Art und Materialverwendung eines Wintergartens.
Unterschiedlich ist die Konstruktion der Wintergärten. Vielseitig einsetzbar ist der Alu- Wintergarten in jeglicher Form, ebenso der Holz- Wintergarten, mit einem Unterschied: Die Schiebeelemente sind von der Konstruktion nicht so filigran, wie bei einem Alu- Wintergarten.
Bei einem alten oder älteren Haus, mit oder ohne Fachwerk, wird sicherlich der Holz- Wintergarten Vorrang bekommen. Schon die rustikale Balkenkonstruktion an der Decke in Natur oder gebeizt, begeistert sehr viele Wintergarten- Fans. Natürlich spielt auch der Preis vielfach eine Rolle. Hier ist der Aluminium- Wintergarten am höchsten angesiedelt.
Das wichtigste ist die thermische Trennung der Elemente. Ein billiger Alu- Wintergarten besitzt im Profil keine thermische Trennung. Im Winter passiert dann folgendes: Innen warm, außen kalt. Die Folge ist permanentes Schwitzwasser an den Elementen, was zu Feuchtigkeit im Wintergarten führt. Holz ist automatisch thermisch getrennt, denn es leitet die Kälte nicht nach innen. Die Profile des Kunststoff- Wintergarten sind durch ein Hohlkammer- Profil auch thermisch getrennt. Die Fenster oder Türen sollten immer mit Thermo- Scheiben versehen sein und mindestens eine Doppeldichtung im Rahmen besitzen. Thermo- Scheiben ist ein System mit zwei Scheiben und einem Luftzwischenraum. Derartige Fenster verhindern auch das Eindringen von Schwitzwasser.
Im Dachbereich können Wärmeisolierte Doppel- oder Dreifach- Stegplatten aus Kunststoff Verwendung finden. Diese Platten sind lieferbar in Bronze, milchig oder klar. Ein High- Light sind Glasfenster im Dachbereich. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten an: Einscheiben ESG- Glas oder Thermoscheiben mit einer Seite ESG (Einscheibenverbundsicherheitsglas), sowie auf der Innenseite 6-8mm Normalglas.
Drei Möglichkeiten: Im Fundament wird gleich eine Fußbodenheizung verlegt. In dem Fundament wird umlaufend ein Schacht gegossen, für eine spätere Konvektorheizung, oder hinter dem Wandanschluss des Wintergartens befindet sich ein Heizkörper im Wohnraum, von wo eine kurze Leitung in den Wintergarten gelegt wird.
Wichtig: Immer für ausreichend Fenster oder Schiebtüren sorgen, am besten ein bis zwei Dachöffnungen, sonst entstehen im Sommer 60 Grad im Wintergarten. Das verträgt auch keine Pflanze.